Veröffentlicht am Sa., 26. Sep. 2015 19:00 Uhr

Endlich neue Mieter im Lübarser Pfarrhaus: Seit Februar 2016 wohnt eine fünfköpfige Familie aus der Kaukasus-Region im Dorf Lübars. Man hatte lange auf die Zustimmung des LaGeSo zum Mietvertrag warten müssen. Die 27-jährige Mutter von vier Kindern hatte vorher mit ihrer Familie drei Jahre lang in einer Sammelunterkunft gelebt.

Die Lübarser Kirchengemeinde hatte sich Anfang des Jahres entschieden, die freigewordene Hausmeister-Wohnung im Pfarrhaus nicht meistbietend auf dem Wohnungsmarkt anzubieten, sondern sie Flüchtlingsfamilien zur Verfügung zu stellen, die sonst kaum eine Chance hätten auf dem angespannten Berliner Wohnungsmarkt etwas zu finden.

Die Kirchengemeinde möchte damit ein Zeichen setzen und dazu ermutigen, privaten Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Das können auch private Vermieter tun. Bitte überlegen Sie, ob Sie nicht vielleicht Wohnraum haben, in den Menschen ziehen könnten, die keine Chance auf dem Wohnungsmarkt haben und deren Perspektive es ist, jahrelang in Sammel-Unterkünften zu verharren. Wer sich zu so einem Schritt entschließt, wird vom Bezirksamt und den Sozialarbeitern aus den Heimen begleitet mit Beratung und Dolmetschern, die Miete kommt vom Landesamt für Gesundheit und Soziales, den Mietvertrag schließt der Vermieter ganz "normal" mit den Mietern, für die er sich entscheidet.

Die Region 222 hat bereits persönliche Kontakte zu einigen Flüchtlingen, die dringend auf der Suche nach einem Zimmer oder einer kleinen Wohnung sind. Bitte sprechen Sie Kantor Martin Blaschke oder Pfarrerin Ute Sauerbrey an!

(Foto: Ute Sauerbrey)

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