Veröffentlicht von Sylvia Steinbach-Heldt am Sa., 7. Jan. 2017 14:53 Uhr

Auch dieses Jahr konnten wir von Werner Rathgeber geführt, eine wunderbare Pilgerwanderung erleben.

Gestartet sind wir nach einer Andacht in unserer Dorfkirche, in Richtung Freizeitpark Lübars. Dazu sind wir ein Stück die Blankenfelder Chaussee entlang gegangen und über einen Feldweg zur Siedlung Rathenow. Auf der Anhöhe, so zu sagen am Hintereingang zur Siedlung bat uns Herr Rathgeber, unseren Blick zum Dorfkern zu wenden. Da wir wussten, wo unser Dorf liegt, schauten wir alle in die richtige Richtung und sahen es doch nicht. Selbst die Kirchturmspitze ist nicht zu erkennen. So wurde Lübars von den Truppen Napoleons verschont, weil auch sie es nicht sahen… Unsere nächste Station war auf der Anhöhe des Freizeitparks Lübars. Von hier oben kann man bei klarer Sicht nicht nur die Hochhäuser vom Märkischen Viertel und der Rollberge Siedlung erkennen, sondern auch die Skyline mit Fernsehturm. Hier oben kündigte uns Herr Rathgeber an, dass er dieses Jahr in den Herbstferien eine Pilgerwanderung Richtung Wittenberg plant. Dazu gibt es gesonderte Informationen. Unser Weg führte dann durch die neue Siedlung Lübarser Aue, wo viele individuell aussehende Häuser gebaut wurden. Hierzu wurde keine Grünfläche geopfert, sondern eine Industrieruine abgerissen (Wobei…in den 80er Jahren musste ein Teil einer Schrebergarten-Siedlung diesem Industriebau weichen.). Nun ging es ein kleines Stück an der Quickborner Straße entlang, bis wir rechts in den Fußweg am Fasaneriegraben einbogen und Richtung Mittelbruchbecken weiter liefen. Von dort aus folgten wir einen Weg am Packereigraben bis zum Seggeluchbecken und sind dann links in die Schlitzer Straße abgebogen. Diese sehr ruhige Straße liefen wir bis zur Kirche am Eichhorster Weg entlang, wo uns Fred Pohle der Pfarrer, der dortigen Gemeinde erwartete. Hier hörten wir von der Geschichte des Kirchhauses und der Gemeinde, beteten und sangen gemeinsam Lieder. Es blieb auch noch eine kurze Zeit, um die schöne Krippenausstellung (schnell) zu betrachten und eine Tasse Kaffee zu trinken. Hier trieb Herr Rathgeber uns etwas an, da er ein weiteres Etappen- und das Tagesziel im Auge behalten musste.

So ging es nach Überqueren des Eichhorster Weges weiter die Schlitzer Straße entlang bis zur Oranienburger Straße, wo uns durch den dort herrschenden Verkehr sehr bewusst wurde, das wir uns in einer Stadt befinden. Am Göschenplatz kamen wir an der Fußgängerampel über die Oranienburger Straße und bogen zwischen den Hausnummern 198 und 191 rechts in einen Park. Dieser wurde um 1920 angelegt und hatte bis 2015 ausschließlich die offizielle Bezeichnung Volkspark Wittenau,
doch der Volksmund nannte ihn immer Göschenpark. Im Dezember 2015 in der Bezirksverordnetenversammlung wurde beschlossen, dass der Park nun als zusätzliche Bezeichnung auch den Namen Göschenpark tragen soll. Hier ist das Betreten der Grünflächen nicht verboten, sondern dient als Spiel- und Erholungsfläche. Wir folgten den Hauptweg, bis zum Spießweg und liefen am Spießweggraben bis zur Hermsdorfer Straße entlang. Auf der anderen Straßenseite führt ein kleiner Weg zwischen der Schrebergartensiedlung am Schlehenbusch (rechte Seite) und den Häusern der Rosentreterpromenade (linke Seite), den wir bis zum Ende gingen um dort dann nach rechts in den Steinbergpark einzubiegen. Ab hier begann der „Weg des Schweigens“, ein Abschnitt, den wir ohne miteinander zu Reden zurücklegten. Er führte uns am Rosentreterbecken und Forstteich vorbei, da unser Weg dem Packereigraben entlang folgte, bis wir an der Nimrodstraße ankamen. Hier war nicht nur der Park zu Ende, sondern auch der Weg des Schweigens. Mit flottem Schritt ging es zur Waidmannsluster Königin-Luise Kirche, wo uns Frau Stiller eine Geschichte des Gutmenschen und Bösmenschen vorlas und wir wieder gemeinsam gesungen haben. Anschließend hat uns Frau Rathgeber mit einem Imbiss versorgt, damit wir auch für die letzte Etappe zurück zur Kirche Lübars genug Energie hatten. Wobei die Bezeichnung kleines Buffet passender wäre. Vielen Dank, Frau Rathgeber!
Da wir auch die letzte Etappe nicht an der Straße aber auch nicht durch das Fließ zurücklegen sollten, führte uns Herr Rathgeber an der Nimrodstraße zur Jean-Jaures-Str, wo wir den südlichen S-Bahnausgang mit Unterführung nutzen um wieder am Packereigraben bis zur Oranienburger Straße entlanggehen zu können. Nun mussten wir rüber, um auf der anderen Seite in die Str. 167 einbiegen zu können. Zum Glück war Feiertag und der Verkehr nicht so stark, so dass wir nicht bis zur Kreuzung an der Nordmeile gehen mussten. Am Ende der Str. 167 konnten wir wieder am Packereigraben bis zum Öschelbronner Weg entlang gehen, diesen überqueren und den Ablussgraben des Klötzbeckens folgen. Weiterhin die ruhigen Wegen bevorzugend, ging es am Klötzgraben rechts zur Str. 189 um dann auf die Wittenauer Straße zu treffen, die wir dann bis zur Siedlung am Klötzgraben entlang gingen. Am Fölzberg 9 war dann noch ein kleiner Zwischenstopp. Hier wurde der bisher einzige Stolperstein in Lübars am 15.06.2013 gesetzt. Initiiert haben das die heutigen Anwohner. Über den Creienfelder Weg und im Vogtland gingen wir nun die letzten Schritte noch am Zabel-Krüger-Damm entlang, um an der katholischen Kirche Christ-König kurz inne zu halten, bevor wir mit zügigen Schritten zur Andacht in unsere Dorfkirche eilten.
Herr Rathgeber und allen, die zum Gelingen des Tages mit beigetragen haben für die wunderbare Wanderung durch die Region 222 und Umgebung

Bericht und Fotos von Sylvia Steinbach-Heldt
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Kategorien Rückblick Lübars