Veröffentlicht am Fr., 30. Mär. 2018 00:00 Uhr

Manche spielen zu Ostern das Spiel, Eier von einem kleinen Hügel herabrollen zu lassen und dabei andere Eier zu treffen und so zu gewinnen. Der Spaß ist groß, vor allem weil das Ei eiert und man deshalb nie wirklich abschätzen kann, welchen Weg es bergab nimmt. Fest steht nur, dass es unten ankommt.

Mich erinnert dieser Osterbrauch in fröhlicher Weise immer wieder auch an die Eierei der Christenheit mit Ostern selbst. Vieles war und ist da bis heute überhaupt nicht eindeutig und klar: Etwa wann etwa die Auferstehung nun genau geschah, oder an welchem Tag im Jahr das Osterfest begangen werden soll? Was das Ganze für uns bedeutet und auf welche Art von Auferstehung wir für uns hoffen können? Was für ein Sinn überhaupt dahintersteckt, oder welcher Auftrag gar sich für uns heute noch daraus ergeben mag?

Die Bibel selbst schon bietet verschiedene Antworten. Die Kirchen treffen in ihrer Geschichte dazu unterschiedliche Entscheidungen. Und bis heute wird über das Ostergeschehen kontrovers diskutiert und gepredigt. Aber wie dabei mancher von uns Pfarrern oder Pfarrerinnen auch herumeiern mag, fest steht nach dem Zeugnis der ersten Christen die für alle grundlegende Aussage: Jesus Christus ist von den Toten auferstanden. Und so feiern wir, bei aller Eierei, bis heute fröhlich Ostern.

Fred Pohle
Pfarrer der Felsen-Kirchengemeinde

(Fotos: Titel | pixabay.com - Fred Pohle | Lehmann/Lausitzer Rundschau)

Kategorien Kirchenjahr