Veröffentlicht am Mo., 25. Jan. 2021 20:44 Uhr

Seit 1700 Jahren – mindestens – gibt es Juden in Deutschland. Seit 1700 Jahren sind Deutsche Juden und Juden Deutsche. Und dennoch erleben wir es heute, dass Juden als „die Anderen“ diffamiert werden, dass Mythen, Klischees und Vorurteile über Jüdinnen und Juden aufleben und weiterleben.

Die christlichen Kirchen in Deutschland haben jahrhundertelang fleißig mitgewirkt daran, Juden und Jüdinnen als „anders“, als „fremd“ abzustempeln, an den Rand zu drängen,  haben  Abneigung und Vorurteile gepflegt und hervorgebracht. Das ist ein Versuch, die gemeinsame Geschichte zu feiern. Die christlichen Kirchen beteiligen sich daran mit der Kampagne „#beziehungsweise – jüdisch und christlich: näher als du denkst“. Das Christentum wächst auf der Wurzel des Judentums – und überall da, wo Christen diese Wurzel verleugnen und diffamieren, verkümmert notwendigerweise auch alles, was lebendig ist am Christentum.

Wir in Lübars wollen den Drahtseilakt wagen: Die Nähe und Verwandschaft von und Judentum zeigen und feiern, ohne die Differenz zu leugnen, ohne zu vereinnahmen.

Übers ganze Jahr 2021 verteilt werden wir in sechs Gottesdiensten die „#Beziehungs-Weisen“ feiern.

14.02.2021: #beziehungsweise: Karneval und Purim - Telefon-Gottesdienst
28.03.2021: #beziehungsweise: Pessach und Ostern
- Telefon-Gottesdienst
06.06.2021: #beziehungsweise: Schabbat und Sonntag
26.09.2021: #beziehungsweise: Sukkot und Erntedank
07.11.2021: #beziehungsweise: Sachor und 9. November
05.12.2021: #beziehungsweise: Chanukka und Weihnachten

Pfarrerin Ute Sauerbrey

(Foto: EKD)

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